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Rockensußra

 

Der beschauliche Ort Rockensußra, der auf einer Anhöhe ungefähr 270 m über dem Meeresspiegel liegt, ist südwestlich von Ebeleben und ca. 3 km davon entfernt. Urkundlich erwähnt wurde „Rogkensuser“ erstmalig am 12. Mai 1279. Der Ort ist geprägt von fachwerklichen Gehöften und liegt inmitten weitläufiger Ackerflächen. Durch seine direkte Anbindung an die B 249 im Süden des Ortes ist Rockensußra trotz seiner Größe mit nur 230 Einwohnern gut erreichbar. 

Im Westen des Ortes befindet sich ein Gewerbegebiet, in dem sich unter anderem die Battle Tank Dismantling GmbH zur Verschrottung von Panzern befindet. Es ist der in Deutschland einzige zivile Betrieb, der unter Satellitenbewachung in größerem Umfang militärisches Gerät auf seinem Gelände beherbergen darf. 

Eines der markantesten und schönsten Gebäude des Ortes ist die Kirche St. Petri, die 1720 erbaut wurde. Nachdem diese bereits von außen saniert wurde, sind die Bauarbeiten mit der Restaurierung der ehemaligen Deckenbemalung und der Orgel mitsamt des Orgelprospekts derzeit (2020) in vollem Gange. 

Zu den Wahrzeichen des Ortes zählt außerdem die 1888 gepflanzte Dreikaisereiche, die den Mittelpunkt eines selbst erfundenen Wappens darstellt. Außerdem gibt es einen Dorfteich, auch Schelle genannt, auf dem durch große Bemühungen einzelner Einwohner jedes Jahr kleine Entenfamilien ihr zu Hause finden. Des Weiteren gehört eine Gaststätte zum Ort, die sich an der Bundesstraße befindet. Ihr großer Saal lädt zumindest noch zur Durchführung von privaten Familienfeiern ein.

Kulturell betrachtet ist Rockensußra geprägt von seinem Faschingsverein, dem RCC (Rocksußraer Carnevals Club), der jedes Jahr aufs Neue zur Hauptsaison mit einem unterhaltsamen Programm aufwartet und damit viele Gäste aus verschiedenen Orten anlockt. Außerdem gibt es die Kirmesburschen und –mädels, die immer am 1. Novemberwochenende die Kirmes in der Gaststätte organisieren. Eine weitere kulturelle Attraktion des Ortes ist der seit 2005 jährlich stattfindende Kartoffelmarkt, jedes Jahr am 1. Sonntag im Oktober. Gegenüber der Gaststätte treffen sich zu diesem Anlass mehrere Hundert Besucher um Kaffee, Kuchen und vielerlei Spezialitäten rund um die Kartoffel zu genießen. Weiterhin decken sie sich mit einem Vorrat an Kartoffeln ein oder nehmen an einem Schälwettbewerb teil. Zum Gelingen dieser nun schon seit längerem zur Tradition gewordenen Festivität trägt der gesamte Ort mit seinen Einwohnern bei. 

Besuchen Sie uns doch einfach einmal zu einem dieser Feste in Rockensußra!

 

Dorfteich - Zur Schelle

Dorfteich - Die Schelle  

 

 

             

Die Dreikaisereiche   

 Die Dreikaisereiche

 

 

 

Gaststätte    

Gaststätte

           

 

Wappen mit Dreikaisereiche (selbstentworfen)

 Wappen mit Dreikaisereiche (selbst entworfen)

 

 

 

Quellenverzeichnis:

Text: Nadine Walter

Fotos: Marion Schulz

 

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Geschichte Rockensußra – 740 Jahre ?

Heinrich Friedrich Theodor Apfelstedt gilt heute als einer der wichtigsten Geschichtsforscher des 19. Jahrhunderts in Nordthüringen. Er wurde am 20. 11.1811 in Wiedermuth geboren und verstarb am 12.01.1892 in Sondershausen.
 
Er heiratete 1845 Dorothea Wilhelmine Caroline Hupe (1819), die Tochter eines Kaufmanns aus Ebeleben.
 
Er war Lehrer an einer Privatschule in Ebeleben, unterrichtete in Sondershausen, war als Katechet und Pfarrer tätig.
 
Er war „der“ Heimatforscher von Sondershausen und Umgebung! Bei allen geschichtlichen Betrachtungen kommt man auf Apfelstedt zurück.
 
Er verfasste: „Heimatkunde für Bewohner des Fürstenthums Schwarzburg-Sondershausen“ (1854-1856) (Heft 1bis 3)
 
„Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Fürstenthums Schwarzburg-Sondershausen“ (1886).
 
Auf seine Arbeiten wird sowohl in der Chronik von Rockensußra als auch in der Denkmaltopographie des Kyffhäuserkreises hingewiesen.
 
Auch zwei seiner sieben Kinder sind eng mit Ebeleben verbunden.
 
So war Max Wilhelm (1847-1935) Pfarrer in Ebeleben und der Ehemann von Tochter Helene Auguste Louise, Günter Christian Friedrich Preuß war Lehrer in Ebeleben.
 
Geschichte
Am 12. Mai 1279 ist zu Rockensußra im Urkundenbuch Erfurter Stifter I 490 die urkundliche Ersterwähnung der Ansiedlung Rockensußra archiviert worden. (Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer Ein Handbuch)
 
Eine 1276 für Rockensußra bezeugte Burg legt nahe, dass die schon 1114 mit Isinhart von Sußra erwähnte Adelsfamilie hier ihren Sitz hatte.
 
Bis zum Jahr 1319 hatten die Landgrafen von Thüringen das Gericht über das Dorf Rockensußra.
 
Im Jahre 1505 verkaufte Graf Heinrich von Schwarzburg das Dorf Rockensußra um 2100 Gulden an die Ritter von Ebeleben auf Wiederkauf. „Im Jahre 1548 ward unser Ort nebst Thalebra wiederverkäuflich an Christoph von Ebeleben überlassen“ (So steht es in der Chronik)
 
Apfelstedt nennt auch nachfolgende Urkundliche Namensformen:
 
1311 Rogkensuser

1319 Rockensüsser

1372 Rockensusre
1403 Rockensuszere

1417 Rockensussra
 
In einem Schreiben aus dem Jahre 2010 informierte der ehemalige Pfarrer Alfred Faust (1982 bis 1989) darüber, dass er bei Recherchen auf etwas gestoßen ist, was auch bei Wikipedia nachzulesen wäre und er dies belegen kann.:
 
„Dieses „Suzare“ ist Rockensußra, das ist aus anderen Quellen bekannt. Die Nennung von Rockensußra als „Suzare“ in einem Dokument des Bischof Lullus von Mainz im 8. Jahrhundert, war mir früher schon aus Aufzeichnungen im Pfarramt Rockensußra bekannt. Nun ist mir aber die (durch Zufall entdeckte) exakte amtlich bestätigte Jahreszahl bekannt geworden.“
 
Er fand die genaue Jahreszahl 786 auf einem Faksimile des „Breviarium Sancti Lulli“, in dem alle Schenkungen von Ländereien genau festgehalten wurden. In ihm sind im zweiten Teil („2.Tafel“) die privaten Schenkungen an (Erz-)Bischoff Lull(us) von Mainz vor der Übertragung des Kloster Hersfeld durch König Karl festgehalten.
 
Für uns bedeutet das, dass Rockensußra nicht 740 Jahre seit seiner angeblichen Ersterwähnung alt ist, sondern 1233 Jahre!

 


Fotoalben


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99713 Ebeleben

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